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20th Century European Battlefields   Hatje Cantz Verlag, 2014 Essay by Gerhard Paul  Hardcover English, German, 144 Pages 28,70 cm x 32,70 cm ISBN 978-3-7757-3836-1  ….  Den Schrecken des industriellen Krieges darstellen: Wie nahe muss man herangehen? Wie viel Elend und Tod muss man zeigen? Der Schweizer Peter Hebeisen (* 1956) wählte für seine Serie über europäische Schlachtfelder des 20. Jahrhunderts den konträren Weg, er trat einen Schritt zurück: Großformatige, in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei stehende Tableaus von Verdun, Stalingrad oder Sara­jewo zeigen die Sicht des Schlachtenlenkers hoch zu Ross auf militärstrategische Schlüsselpositionen. Um die Feldherrnperspektive einzufangen, wurde die Ka­mera etwa 3 Meter über dem Erdboden postiert, symbolhaft distanziert – die Generalität agierte bru­tal, mit traumatischen Folgen für Generationen. Über 40 000 Kilometer legte Peter Hebeisen zurück, um zu den Kampfplätzen mit den größten Opferzahlen zu gelangen, von der französischen Atlantikküste bis weit nach Russland hinein. Seine Neuvermessung Eu­ropas ruft die Unfassbarkeit der Geschehnisse in Erin­nerung und bewahrt die historische Erfahrung, die diese Orte bergen.  ..  How to convey the horror of industrialized warfare? How close to get? How much suffering and death to reveal? For his series on the European battlefields of the twentieth century, Swiss photographer Peter Hebeisen (* 1956) took a different approach. Large-format tableaus in the tradition of Romantic painting show Verdun, Stalingrad, and Sarajevo from the per­spective of the general sitting high on his horse and overlooking the scene from a strategic military van­tage point. To convey this view, the camera was sym­bolically placed in an elevated position three meters above the ground. Military leaders’ brutal actions had traumatic consequences that were felt for generations. Working with a military historian, Hebeisen traveled some forty thousand kilometers to visit the battle­fields of Europe that had claimed the most lives, from the French Atlantic coast to distant Russia. His shat­tering new survey of these European landscapes con­fronts us with unfathomable events in history and commemorates the sites where they unfolded.  ….

20th Century European Battlefields

Hatje Cantz Verlag, 2014
Essay by Gerhard Paul
Hardcover
English, German, 144 Pages
28,70 cm x 32,70 cm
ISBN 978-3-7757-3836-1

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Den Schrecken des industriellen Krieges darstellen: Wie nahe muss man herangehen? Wie viel Elend und Tod muss man zeigen? Der Schweizer Peter Hebeisen (* 1956) wählte für seine Serie über europäische Schlachtfelder des 20. Jahrhunderts den konträren Weg, er trat einen Schritt zurück: Großformatige, in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei stehende Tableaus von Verdun, Stalingrad oder Sara­jewo zeigen die Sicht des Schlachtenlenkers hoch zu Ross auf militärstrategische Schlüsselpositionen. Um die Feldherrnperspektive einzufangen, wurde die Ka­mera etwa 3 Meter über dem Erdboden postiert, symbolhaft distanziert – die Generalität agierte bru­tal, mit traumatischen Folgen für Generationen. Über 40 000 Kilometer legte Peter Hebeisen zurück, um zu den Kampfplätzen mit den größten Opferzahlen zu gelangen, von der französischen Atlantikküste bis weit nach Russland hinein. Seine Neuvermessung Eu­ropas ruft die Unfassbarkeit der Geschehnisse in Erin­nerung und bewahrt die historische Erfahrung, die diese Orte bergen.

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How to convey the horror of industrialized warfare? How close to get? How much suffering and death to reveal? For his series on the European battlefields of the twentieth century, Swiss photographer Peter Hebeisen (* 1956) took a different approach. Large-format tableaus in the tradition of Romantic painting show Verdun, Stalingrad, and Sarajevo from the per­spective of the general sitting high on his horse and overlooking the scene from a strategic military van­tage point. To convey this view, the camera was sym­bolically placed in an elevated position three meters above the ground. Military leaders’ brutal actions had traumatic consequences that were felt for generations. Working with a military historian, Hebeisen traveled some forty thousand kilometers to visit the battle­fields of Europe that had claimed the most lives, from the French Atlantic coast to distant Russia. His shat­tering new survey of these European landscapes con­fronts us with unfathomable events in history and commemorates the sites where they unfolded.

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Blossoms & Beauty   Neidhart & Schön Verlag, 1997 Catalogue English, 24 Pages 28,70 cm x 32,70 cm  ….  “Blossoms & Beauty” ist eine symphonische Komposition aus Farbe, Licht und weiblichem Körper, die Frauen klassischen und exotischen Blumen zuordnet. Die Komposition übersetzt das traditionelle Konzept der "Koloratur" eine virtuose Wiedergabe von Musik, in die Fotokunst. Wie eine Symphonie, die durch Bewegungen gekennzeichnet ist, die unterschiedliche Stimmungen und Gefühle ausdrücken, visualisieren Peter Hebeisens Porträts Emotionen, indem sie die Seele der Frau in die leuchtende Farbe der Blüten projizieren. "Chloé und Gladioli", "Margaret und Sonnenblumen" oder "Suzy und Hortensien" sind Darstellungen von Frauen und Blumen, die zusammen resonante Kompositionen für die Augen bilden.Die Fotografien waren als Diptychen konzipiert, die die Nahaufnahme einer bestimmten Blume und die Gegenüberstellung einer jungen Frau und dieser Blume umfassen, die durch ihre Art und ihr Aussehen zu verkörpern scheinen. Die Blumen umhüllen, kleiden und schmücken den Körper. Zusammen ausgestellt, bilden die Diptychen eine fließende, symphonische Bewegung, in der eine Farbe in die andere übergeht und die organischen Formen kommunizieren.  ..  “Blossoms & Beauty” is a symphonic composition of colour, light and the female body, attributing women to classic and exotic flowers. The composition translates the traditional concept of ‘coloratura’ (It. colouring), a virtuoso rendering of music, into photographic art. Like a symphony, which is characterised by movements expressing different moods and feelings, Peter Hebeisen’s portraits visualise emotions by projecting the woman’s soul into the vibrant colour of blossoms. “Chloé and Gladioli,” “Margaret and Sunflowers” or “Suzy and Hydrangeas” are portrayals of women and flowers, together forming resonant compositions for the eyes.  The photographs were conceived as diptychs comprising the close-up of a particular flower and a juxtaposition of a young woman and this same flower, which her nature and appearance seem to personify. The flowers envelope, dress and adorn the body. When exhibited together the diptychs all form a flowing, symphonic movement in which one colour flows into the next and the organic forms communicate.  ….

Blossoms & Beauty

Neidhart & Schön Verlag, 1997
Catalogue
English, 24 Pages
28,70 cm x 32,70 cm

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“Blossoms & Beauty” ist eine symphonische Komposition aus Farbe, Licht und weiblichem Körper, die Frauen klassischen und exotischen Blumen zuordnet. Die Komposition übersetzt das traditionelle Konzept der "Koloratur" eine virtuose Wiedergabe von Musik, in die Fotokunst. Wie eine Symphonie, die durch Bewegungen gekennzeichnet ist, die unterschiedliche Stimmungen und Gefühle ausdrücken, visualisieren Peter Hebeisens Porträts Emotionen, indem sie die Seele der Frau in die leuchtende Farbe der Blüten projizieren. "Chloé und Gladioli", "Margaret und Sonnenblumen" oder "Suzy und Hortensien" sind Darstellungen von Frauen und Blumen, die zusammen resonante Kompositionen für die Augen bilden.Die Fotografien waren als Diptychen konzipiert, die die Nahaufnahme einer bestimmten Blume und die Gegenüberstellung einer jungen Frau und dieser Blume umfassen, die durch ihre Art und ihr Aussehen zu verkörpern scheinen. Die Blumen umhüllen, kleiden und schmücken den Körper. Zusammen ausgestellt, bilden die Diptychen eine fließende, symphonische Bewegung, in der eine Farbe in die andere übergeht und die organischen Formen kommunizieren.

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“Blossoms & Beauty” is a symphonic composition of colour, light and the female body, attributing women to classic and exotic flowers. The composition translates the traditional concept of ‘coloratura’ (It. colouring), a virtuoso rendering of music, into photographic art. Like a symphony, which is characterised by movements expressing different moods and feelings, Peter Hebeisen’s portraits visualise emotions by projecting the woman’s soul into the vibrant colour of blossoms. “Chloé and Gladioli,” “Margaret and Sunflowers” or “Suzy and Hydrangeas” are portrayals of women and flowers, together forming resonant compositions for the eyes.

The photographs were conceived as diptychs comprising the close-up of a particular flower and a juxtaposition of a young woman and this same flower, which her nature and appearance seem to personify. The flowers envelope, dress and adorn the body. When exhibited together the diptychs all form a flowing, symphonic movement in which one colour flows into the next and the organic forms communicate.

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Feindbilder   Benteli Verlag, 1994 Essay by Lukas Hartmann  Hardcover German, 39 Pages 33,50 cm x 25,70 cm ISBN 3-7165-0928-0  ….  Zwischen 1989 und 1993 porträtierte Peter Hebeisen Flüchtlinge in ihren Lagern und Wohnungen in Deutschland und der Schweiz. Diese Personen, die alle Flüchtlinge in Europa vertreten, werden in differenzierten und einfühlsamen Darstellungen festgehalten, in denen jeder Einzelne die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Künstlers genießt. Für diese Flüchtlinge, die von den Medien als «Fälle» oder bloße Statistiken für einen Menschen bezeichnet werden und in der Regel nicht als Menschen mit Einzelschicksalen angesehen werden, wählte Hebeisen einen Ansatz, der sonst nur den Gutbetuchten einer Gesellschaft vorbehalten ist.  Eine flüchtige Faszination für das Fremde und Exotische im Ausland kann sich in Angst verwandeln, wenn man sie im eigenen Land trifft. Migration ist ein uraltes Phänomen, und schürt gesellschaftlich plötzlich Hass und Ablehnung, wenn Flüchtlinge zu uns kommen.  Peter Hebeisens Bilder dienen dazu, die Menschlichkeit und Individualität dieser vermeintlichen «Fälle» im Sinne einer «Condition Humaine» hervorzuheben. Seine Arbeit soll der Wahrnehmung der öffentlichen Medien entgegenwirken. Weder greift die Künstlerin auf sozialkritische Aussagen noch auf voyeuristische Blickwinkel zurück, die die Porträtierten in den Hintergrund rücken könnten. Durch die starke Vergrößerung der Bilder wirken die abgebildeten Personen leicht überdimensioniert und blicken dem Betrachter mit einem direkten Blick in eine imaginäre Begegnung entgegen.  ..  Between 1989 and 1993, Peter Hebeisen made portraits of refugees in their camps and apartments in Germany and Switzerland. These persons, representative of all refugees in Europe, are captured in differentiated and perceptive portrayals in which each individual enjoys the artist’s unwavering attention. For these refugees, referred to as ‘cases’ or mere statistics by the media for one and not usually regarded as human beings with individual fates, Hebeisen chose an approach typical for the commissioned portraits of the well-to-do in society.  A fleeting fascination with what is foreign and exotic while abroad can change to fear when met with in one’s own native country. Migration is an old phenomenon and societies have reacted towards immigrants in degrees varying from hatred to a warm welcome due to their influence on established lifestyles and traditions.  Peter Hebeisen’s images serve to highlight the humanity and individuality of these supposed ‘cases’, in the sense of a ‘Condition Humaine’. His work is meant to counteract the public media image. The artist neither resorts to socially critical statements nor voyeuristic views that might move the portrayed into the background. Due to the strong enlargement of the pictures the portrayed persons seem slightly over-dimensioned and face the viewer with a direct gaze in an imaginary encounter.  ….

Feindbilder

Benteli Verlag, 1994
Essay by Lukas Hartmann
Hardcover
German, 39 Pages
33,50 cm x 25,70 cm
ISBN 3-7165-0928-0

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Zwischen 1989 und 1993 porträtierte Peter Hebeisen Flüchtlinge in ihren Lagern und Wohnungen in Deutschland und der Schweiz. Diese Personen, die alle Flüchtlinge in Europa vertreten, werden in differenzierten und einfühlsamen Darstellungen festgehalten, in denen jeder Einzelne die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Künstlers genießt. Für diese Flüchtlinge, die von den Medien als «Fälle» oder bloße Statistiken für einen Menschen bezeichnet werden und in der Regel nicht als Menschen mit Einzelschicksalen angesehen werden, wählte Hebeisen einen Ansatz, der sonst nur den Gutbetuchten einer Gesellschaft vorbehalten ist.

Eine flüchtige Faszination für das Fremde und Exotische im Ausland kann sich in Angst verwandeln, wenn man sie im eigenen Land trifft. Migration ist ein uraltes Phänomen, und schürt gesellschaftlich plötzlich Hass und Ablehnung, wenn Flüchtlinge zu uns kommen.

Peter Hebeisens Bilder dienen dazu, die Menschlichkeit und Individualität dieser vermeintlichen «Fälle» im Sinne einer «Condition Humaine» hervorzuheben. Seine Arbeit soll der Wahrnehmung der öffentlichen Medien entgegenwirken. Weder greift die Künstlerin auf sozialkritische Aussagen noch auf voyeuristische Blickwinkel zurück, die die Porträtierten in den Hintergrund rücken könnten. Durch die starke Vergrößerung der Bilder wirken die abgebildeten Personen leicht überdimensioniert und blicken dem Betrachter mit einem direkten Blick in eine imaginäre Begegnung entgegen.

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Between 1989 and 1993, Peter Hebeisen made portraits of refugees in their camps and apartments in Germany and Switzerland. These persons, representative of all refugees in Europe, are captured in differentiated and perceptive portrayals in which each individual enjoys the artist’s unwavering attention. For these refugees, referred to as ‘cases’ or mere statistics by the media for one and not usually regarded as human beings with individual fates, Hebeisen chose an approach typical for the commissioned portraits of the well-to-do in society.

A fleeting fascination with what is foreign and exotic while abroad can change to fear when met with in one’s own native country. Migration is an old phenomenon and societies have reacted towards immigrants in degrees varying from hatred to a warm welcome due to their influence on established lifestyles and traditions.

Peter Hebeisen’s images serve to highlight the humanity and individuality of these supposed ‘cases’, in the sense of a ‘Condition Humaine’. His work is meant to counteract the public media image. The artist neither resorts to socially critical statements nor voyeuristic views that might move the portrayed into the background. Due to the strong enlargement of the pictures the portrayed persons seem slightly over-dimensioned and face the viewer with a direct gaze in an imaginary encounter.

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