….Über Peter..About Peter….

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….Kompetenz, Neugierde, Erfahrung und Kreativität.. Expertise, CURIOSITY, Experience AND CREATIVITY….


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Wie kamst du zur Fotografie?

Ich wollte von Anfang an etwas Kreatives machen, war aber noch auf der Suche nach dem richtigen Medium, durch das ich mich ausdrücken konnte. Zuerst hatte ich die Idee, Schriftsteller zu werden und studierte deshalb französische Literatur in Paris, anschliessend englische Literatur in London. Regelmässig kam ich in London an der Werkstatt eines berühmten Geigenbauers vorbei. Fasziniert von seiner Kunstfertigkeit und motiviert durch meine Liebe zu Musik fasste ich den spontanen Entschluss, mich für ein Praktikum zu bewerben. Ich erkannte bald, dass ich allein mit manueller Arbeit nicht die erwartete Erfüllung erreichte. Die zwei nächsten Jahre verbrachte ich auf einem grossen Roadtrip. Natürlich begann ich dabei zu fotografieren und fand so zu meiner grossen Passion.

In der Folge machte ich eine vierjährige Ausbildung zum Fotografen und besuchte zusätzlich die Kunsthochschule. Während dieser Zeit lernte ich, Dinge ganz aus mir selbst heraus zu entwickeln. In der Fotografie fand ich etwas, mit dem ich Handwerk, Intellekt und künstlerischen Ausdruck verbinden konnte.

1986 gründete ich mein eigenes Studio in Zürich und nach einigen Jahren eröffnete ich ein weiteres Studio in Paris. Zehn Jahre lang habe ich mich auf Mode und redaktionelle Fotografie der führenden europäischen Werbekampagnen und Magazine spezialisiert. Später verlagerte sich mein Interesse von der Mode- zur Werbefotografie. Gleichzeitig erarbeitete ich immer wieder neue künstlerische Serien..

Was ist deine Besonderheit als Auftragsfotograf? 

Entgegen der Haltung einiger Kreativer glaube ich, dass jede Arbeit in engster Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen sollte. Von mir bekommt man keine Standardlösungen und auch keinen «Signature Look». Mit meinem Team gehe ich so an Projekte heran, dass wir sie zuerst in einzelne Phasen unterteilen. Jede Projektphase sieht den regen Austausch mit dem Auftraggeber vor – ausdrücklich auch in kreativer Hinsicht. Bei meiner Arbeit verfolge ich in der Regel einen konzeptionellen Ansatz. Ich suche immer genau das Bild, das die beabsichtigte Botschaft perfekt rüberbringt. Mit genau den richtigen visuellen Mitteln will ich das jeweilige Kernproblem eines Auftrags lösen, kohärent und zielgerichtet. Zuverlässigkeit ist für mich zentral und ich halte mich stets an vereinbarte Briefing-, Zeit- und Budgetvorgaben. Dank langjähriger Erfahrung mit einer Vielzahl von Kameratypen und Lichtkonzepten finde ich für jedes Bild den besten Look. Mein Hang zum Experimentieren mit neuen Techniken entwickelt sich ständig weiter und deckt heute ein breites Spektrum ab: von Werbung zur Kunst, über Porträts bis hin zu Tieren und Architektur.

Wo liegt für dich die Grenze zwischen Auftragsarbeit und Kunst?

Meine Arbeiten, die auf Auftrag angefertigt werden, zeigen den gleichen Qualitätsanspruch wie meine freien Arbeiten; die gleiche Hingabe und der gleiche Perfektionismus. Hätte ich als kommerziell tätiger Fotograf nicht diesen Erfolg gehabt, hätte ich meine Kunstprojekte niemals finanzieren und umsetzen können. Und die beiden Bereiche befruchten sich gegenseitig. Zudem hatte ich das wunderbare Glück für Kunden zu arbeiten, die mir bei der Realisierung meiner Ideen maximale Freiheit gaben.Ich bin heute mehr denn je fasziniert von den Möglichkeiten, die die Fotografie bereithält – egal ob aus der kommerziellen oder aus der künstlerischen Perspektive betrachtet. Ich konzipiere und konstruiere Sets und inszeniere ein ausgewähltes Thema wie ein Theaterregisseur. Dabei warte ich nicht auf den entscheidenden Moment, sondern forme ihn nach meinem Willen und nach dem Wunsch meiner Kunden.

Wie gehst du vor, wenn du künstlerisch arbeitest?

Ein Thema finde ich entweder durch eine plötzliche Eingebung oder nachdem ich es lange mit mir herumgetragen habe. Ich lese jeden Tag die Zeitung und auf das, was ich da lese, reagiere ich – intellektuell und emotional. Die Analyse verschiedener Aspekte zieht mich dann tief rein in bestimmte Themen. Das Projekt “Battlefields” dominierte Jahre meines Lebens und entwickelte sich thematisch zu einem zutiefst persönlichen Engagement.

Ich versuche immer, für das gewählte Thema einen grösseren Rahmen abzustecken. Alles hat für mich auch historische und räumliche Dimensionen. Das spiegelt ganz wesentlich meine Neugier wider und mein Bewusstsein für die Zeit, in der ich lebe.

Film und Musik spielen eine grosse Rolle in meinem Leben und haben enormen Einfluss auf die Art, wie ich fotografiere. Das Projekt «Blossoms and Beauty» folgt der kompositorischen Struktur einer Symphonie und zeichnet sich aus durch die schwungvolle Bewegung innerhalb eines Themas und seiner Variationen.

Warum arbeitest du gerne mit Fotoserien?

Ich beschäftige mich mit bedeutsamen Fragestellungen, denen in meinen Augen nur über die Arbeit an Serien begegnet werden kann. Die zentrale Aussage bekommt Gewicht, wenn man ihr eine ganze Ausstellung widmet. Auch wenn jedes einzelne Bild eine funktionale Einheit bildet, so kommen die Elemente des kompletten narrativen Bogens erst in der Serie zusammen. Jedes meiner seriellen Werke wird begleitet von einem Buch, das bei der Vermittlung meiner Gedanken und Überzeugungen weitere wertvolle Dienste leistet.

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How did you get started as a photographer?

I wanted to do something creative from the beginning, but needed to find the ideal medium through which to express myself. Fired by the short-lived notion of becoming a writer, I first studied French literature in Paris, followed by English literature in London. On my way to university in London, however, I used to pass a renowned violin maker’s studio. My love for music and my fascination with his artistic profession prompted me to apply for an internship. I soon realized that I was not reaching the expected fulfillment with manual work, alone. On an extensive roadtrip across Canada, the United States and Central America I’ve started to use a camera and the passion for photography was there from the beginning.

I then completed a four-year apprenticeship as a photographer and attended arts college. In this period I learned how to produce something that had grown from myself. In photography I discovered an exciting means to combine intellect, manual dexterity and a distinct artistic visual language. 

In 1986, I set up my own studio in Zurich and after a few years another one in Paris. For ten years I specialized in fashion and editorial photography for some of the leading European fashion ad campaigns and magazines. Later my interest shifted from fashion to advertising photography. Throughout my professional career personal art projects have formed a vital part of my vision. 

What sets you apart as a commercial photographer?

Unlike some people, I believe that all designs are evolved closely with the clients - I do not use standard solutions or a socalled repetitive style. Most of our projects break down into identifiable stages, each stage being seen as a two way creative process between the client and the photographer.

I take generally a rather conceptual approach to each project, in my search for the perfect image that will get a message across. I look for a coherent, individual means to pinpoint and visualize the key issue of any given assignment. Importantly, I am reliable and meet the agreed targets and budget on time. With years of experience, I work with a variety of camera types and lightening approaches, to best suit the intended look. My penchant for experimentation with new techniques is ever evolving and covers nowadays a wide spectrum from advertising to art, portraits, animals and architecture. 

Where do you draw the line between commissioned and artistic work? 

My commissioned work is equal in quality to my artistic output; it has been made with the same commitment and high claim to perfection. If it had not been for my success as a commercial photographer, I would never have been able to carry out and finance my artistic work in quite the same way. Both fields profit from each other and inspire each other. Furthermore, I have had the wonderful opportunity of working for clients who granted me great freedom to realize my visions. After all these years, I am still fascinated by the possibilities photography can offer — both in an artistic and a commercial context. I conceive and construct sets, staging a chosen topic like a theatre director. I do not wait around for the decisive moment to happen, but effect and form it to my clients and my personal liking. 

How do you go about creating an artistic work?

The subject matter may stem from a sudden flash of enlightenment or an idea matured over a period of time. I read the newspaper every day and engage with what I read, both intellectually and emotionally. I analyze different points of view and become deeply involved with various topics. The “Battlefields” project dominated years of my life and as a subject matter developed into a deeply personal commitment.

I try to visualize and address the bigger picture of a selected topic. I consider the theme of my work in the context of history, time and space, essentially revealing my curiosity and a consciousness about the period I live in. 

Cinematography and music play a central role in my life and greatly influence my approach to photography. “Blossoms and Beauty” was largely inspired by the compositional structure of a symphony and characterized by the sweeping movement of a theme and its variations.

Why do you choose to work in series?

I address big topics that to my mind can only be evolved by way of series. The central argument gains momentum when it fills an entire show. Though each image represents an independent unit, put together, the whole series conveys the full picture and the different elements of the narrative finally come together. Each work series is accompanied by a publication that serves to further put across my vision and my concern. 

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Auszeichnungen / Verbände

Peter Hebeisen hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Preise bei allen relevanten nationalen und internationalen Kreativwettbewerben gewonnen. Unter anderem (Cannes Lions, ADC Schweiz, ADC New York, The Selection, Fotograf des Jahres, PDN Annual Award New York)

  • Mitglied im Swiss Art Directors Club, Gold Juror

  • Mitglied im European Art Directors Club

  • Juror beim Swiss Poster Award

  • Reviewer bei "the Selection", Zürich

VfG (Schweizerischer Verband der Fotografen) Mitbegründer, ehemaliger Co-Präsident

Fotobücher

2014 20. Jahrhundert Europäische Schlachtfelder (Hatje Cantz, Herausgeber)
1997 Blossoms & Beauty (Katalog, Neidhart&Schön, Verlag)
1994 Feindbilder, Flüchtlinge in Europa (Benteli Verlag)

Ausstellungen

2018 Gruppenausstellung Hilla & Bernd Becher, Simon Roberts, Mathias Koch, Photobastei, Zürich
2014 Einzelausstellung, Galerie Claude und Fabian Walter, Zürich
2011 Einzelausstellung, Einzelausstellung, Galerie 291, San Francisco
2009 Gruppenausstellung, Galerie Claude und Fabian Walter, Zürich
2008 Einzelausstellung, Galerie Claude und Fabian Walter, Zürich
2007 Gruppenausstellung, Galerie Esther Woerdehoff Paris
2000 Einzelausstellung, Galerie Château Henry-Pierre, Frankreich
1998 Einzelausstellung, Galerie Mangisch Zürich
1998 Einzelausstellung, Schloss Wolfenbüttel
1997 Einzelausstellung, Galerie Fer du Moulin Paris
1997 Einzelausstellung, Galerie Deichtorhallen Hamburg
1997 Einzelausstellung, Haus der Demokratie, Berlin
1996 Einzelausstellung, Augustanahaus, Augsburg
1996 Einzelausstellung, Rathaus Rotenburg
1996 Einzelausstellung, Univeristätsbibliothek Freiburg i.B.
1996 Einzelausstellung, Galerie Podewil Berlin
1996 Einzelausstellung, Galerie Dampfzentrale Bern
1995 Einzelausstellung, Rathaus Zürich

Vita

2003 - Lebt und arbeitet in Zürich.
1994 - 2003 Selbstständige Tätigkeit als Fotograf mit Studio in Zürich
1987 - 2003 Selbstständige Tätigkeit als Fotograf mit Studio in Zürich
1984 - 1986 Fotoassistentin, Zürich, Paris, Mailand
1981 - 1984 Lehre als Fotograf, Bern
1980 - 1981 Skulpturklasse URN, Nevada
1979 - 1981 Fotoassistentin, New York
1979 - 1981 Reisen durch Nord- und Mittelamerika
1977 - 1978 Praktikum Geigenbauer
1977 - 1978 University of Westminster London (Englische Literatur)
1976 - 1977 Sorbonne Paris (Französische Literatur)

Peter spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.

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Peter Hebeisen has won numerous prizes with all relevant national and international creative competitions over the last 25 years.
(Cannes Lions, ADC Switzerland, ADC New York, The Selection, photographer of the year, PDN Annual Award New York)

Member of the Swiss Art Directors Club, Gold Juror
Member of the European Art Directors Club
Juror at the Swiss Poster Award
Reviewer at “the Selection vfg”, Zurich
VfG (Swiss Association of Photographers) Co-Founder, Past Co-President

Monographs    

2014     20th Century European Battlefields (Hatje Cantz, Publisher)
1997     Blossoms & Beauty (Catalogue, Neidhart&Schön, Publisher)
1994     Feindbilder, Refugees in Europe (Benteli Publisher) 

Exhibitions  

2018     Group exhibition Hilla & Bernd Becher, Simon Roberts, Mathias Koch, Photobastei, Zurich
2014     Solo exhibition, Gallery Claude und Fabian Walter, Zurich
2011     Solo exhibition, Solo exhibition, Gallery 291, San Francisco    
2009     Group exhibition, Gallery Claude und Fabian Walter, Zurich
2008     Solo exhibition, Gallery Claude und Fabian Walter, Zurich
2007     Group exhibition, Gallery Esther Woerdehoff Paris
2000     Solo exhibition, Gallery Château Henry-Pierre,  France
1998     Solo exhibition, Gallery Mangisch Zurich
1998     Solo exhibition, Schloss Wolfenbüttel
1997     Solo exhibition, Gallery Fer du Moulin Paris
1997     Solo exhibition, Gallery Deichtorhallen Hamburg
1997     Solo exhibition, Haus der Demokratie, Berlin
1996     Solo exhibition, Augustanahaus, Augsburg
1996     Solo exhibition, Cityhall Rotenburg
1996     Solo exhibition, Univeristätsbibliothek Freiburg i.B. 
1996     Solo exhibition, Gallery Podewil Berlin
1996     Solo exhibition, Gallery Dampfzentrale Berne
1995     Solo exhibition, Cityhall Zurich

Vita

Present   Artist-photographer, lives and works in Zurich
1994 - 2003 Independent Photographer with Studio in Paris
1987 - 2003 Independent Photographer with Studio in Zurich
1984 - 1986       Photo assistant, Zurich, Paris, Milan
1981 - 1984       Apprenticeship as a photographer, Berne
1980 - 1981       Sculpture Class URN, Nevada
1979 - 1981       Photo assistant, New York
1979 - 1981       Travels through North and Central America
1977 - 1978       Internship violin maker
1977 - 1978       University of Westminster London (English Literature)
1976 - 1977       Sorbonne Paris (French Literature)

 

Peter speaks German, English, French and Spanish

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